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Krisengejammer

Plauderecke

Der Schwimmer am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Krisengejammer Ich kann's langsam wirklich nicht mehr hören oder lesen, wenn an allen Ecken über die Krise gejammert wird und man die Unternehmen verurteilt, weil sie nicht noch mehr Arbeitsplätze schaffen.

Überall wird gemault, dass bspw. Hotels nicht mehr Einstellungen vornehmen und das darunter die Servicequalität leiden würde, da man ja zwangsläufig immer mehr Arbeit mit immer weniger Personal durchführen müsse. Das ist doch Blödsinn - das Hote arbeitet nunmal gewinnorientiert und das ist auch gut so, denn immerhin beschäftigt ein Hotel eine Menge Menschen, die alle plötzlich keine Arbeit mehr hätten, wenn das Hotel dichtmachen muss. Auch ist nach wie vo nur den wenigsten bewusst, welche Kosten ein Angestellter mit sich bringt - nicht wegen des Gehaltes sondern wegen der Lohnkosten. Verurteilt in diese Richtung.

In ganz Europa wird gemeckert, weil jeder der Meinung ist, ein Unternehmen wäre eine karitative Einrichtung die den alleinigen Zweck erfüllt Angestellte zu bezahlen. Das ist leider nicht korrekt - das Unternehmen arbeitet für den eigenen Gewinn und bezahlt Leute von diesem Gewinn, die diverse Arbeiten erledigen.

Wer als Angestellter der Meinung ist, das Hotel müsse mehr bezahlen - der soll doch einfach ein eigenes Hotel eröffnen. Kostet ja auch nur ein paar läppische Millionen.

Man sollte die Bevölkerung vielleicht mal ein bisschen sensibilisieren und Ihnen Dankbarkeit lehren. Dankbarkeit, dass ein Unternehmen überhaupt Arbeitsplätze schafft und damit Gewinne teilt.
 
Sternkind am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
bisschen schroff .. folgendes: Ein Hotel, welches weniger Mitarbeiter beschäftigt leidet unter mangelnder Servicequalität, wo ist denn dann die Gewinnorientierung, wenn die Kunden keinen guten Service bekommen?
 
Der Schwimmer am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
naja schroff .. einfach nur ehrlich. Ist eben meine Meinung dazu.

Zu Deiner Frage: Es ist ja nicht so, dass einen Status Quo für Hotelserviceleistungen geben würde. Es gibt eben teure und billige Hotels. Die billigen haben weniger Service als die teuren. Beide decken einen Bereich der öffentlichen Nachfrage.

Leute, die nicht viel Geld bezahlen wollen (oder können) die müssen eben auf Serviceleistung verzichten, erhalten dafür aber günstigere Konditionen. Jemand, der mehr Service will, muss eben auch mehr bezahlen. Das teurere Hotel hat damit mehr Spielraum für mehr Arbeitskräfte.

Denkt man das zu Ende, dann ist der Buh-Mann nämlich der Konsument, weil der nicht gewillt ist die Preise eines Hotels zu bezahlen, welches mehr Arbeitsplätze schafft (=keine Nachfrage oder gesättigtes Angebot).

So funktioniert die Wirtschaft nunmal - dennoch höre ich niemanden jammern, dass Touristen knausrig sind und deswegen keine Arbeitsplätze verfügbar sind .. warum nicht? :-)

Du kriegst eben keinen Ferrari zum Preis eines Twingos - läuft eben nicht ;-)
 
Haraldino am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Ich muss Schwimmer zustimmen. Überall Gemecker aber kein Verständnis über die Gründe. Da werden Banken beschuldigt und Korruption und was weiß ich was man sich noch alles ausdenkt. Wer versteht wie Wirtschaft funktioniert hat keine großen Zweifel daran, dass die Banken kaum eine Schuld trifft.

Zum Thema "Bankenkrise" (die eigentlich nur in den USA stattgefunden hat). Banken geben Kredite über den Wert eines Hauses. Allerdings sinkt der Marktwert dieser Gebäude plötzlich (Überangebot bspw.) sodaß die Banken keine ausreichende Sicherheit mehr auf den Kredit haben und diese Kredit plötzlich fällig stellen, da sich der Eigentümer laut Rating nicht mehr als Kreditwürdig erweist.

PAM - plötzlich noch mehr günstigere Häuser auf dem Markt, noch mehr Wertverfall und die Spirale zieht sich zusammen und reißt natürlich mehrere Industriezweige mit in den Abgrund. Voilá - schon haben wir die Krise. Logischerweise ist es etwas komplexer als hier dargestellt, aber so funktionert das nunmal, da kann man auch nicht unbedingt einem allein die Schuld für geben - selbst der Konsument an sich trägt einen großen Teil dieser Schuld, ebenso wie jede andere Institution.

Alles was danach kam, waren Kollateral- oder Folge-Schäden für die überhaupt niemand was kann, weil es einfach Konsequenzen waren.
 
Marlene B. am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
verstehe ich aber nicht, Banken haben doch genügend Geld, ebenso wie Hotels
 
Irene Ventura am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Was hat das denn damit zu tun ..

Ich bin auch selbstständig und ich würde zwar gerne noch Arbeitskräfte einstellen, kann mir das aber schlichtweg nicht leisten. Ich musste für meine Firma bereits weit in finanzielle Vorleistung treten, meine gesamten Ersparnisse hängen da mit drin und muss auch noch etwas Geld über haben um etwaige unvorhergesehene Ereignisse abfangen zu können.

Was hätten meine Mitarbeiter denn nun davon, wenn ich zahlungsunfähig werde? Gut, ich hätte viell. 1-2 Angestellte mehr, die ich auch bezahlen muss und wenn ich das nicht kann, muss ich konkurs gehen und schon gibt es einige Arbeitsplätze weniger.

Man kann eben nur budgetieren was man auch besitzt - etwas, was ein Staat viell. nicht kann oder muss. Aber auch eine Bank hat tausende von Angestellte, die monatlich Ihr Geld wollen und wenn dann plötzlich ein paar Milliarden fehlen ..?
Du hast viell. Dein Sparbuch auf eben dieser Bank und willst abheben, kannst aber nicht, weil die Bank (auf dem Papier) dieses Geld nicht hat (als Kredite verliehen) - wärst du glücklich? Die Bank zaubert die Zinsen am Sparbuch ja auch nicht einfach unterm Tisch hervor.
 
Sal Amanda am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Ein großes Problem der "Krise" - was ja auch nur ein Synonym für die aktuelle Wirtschaftslage ist - stellt meiner Meinung nach die Tatsache dar, dass die Entscheidungsträger kaum in der Lage sind vernünftige, nachhaltige Veränderungen umzusetzen, die tatsächlich etwas ändern.

Wie weiter oben bereits erwähnt - im Erhöhen von Einnahmen ist die Politik immer recht gut gewesen, im Einsparen .. nene .. was man da so teilweise beschließt geht auf keine Kuhhaut..
 
ThomasB am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Es gibt hier auf den Inseln oder besser in ganz Spanien m.M. nach ein Grundproblem. Es gibt kein Ausbildungssystem, somit keine Fachkräfte und damit viel zu viele Menschen, die irgendeinen Job machen, nur um zu überleben. Daraus resultiert, dass Bewerber bei mir schlecht bis gar nicht ausgebildet sind und nach Möglichkeit auch noch "Schwarz" arbeiten wollen, weil sie irgendeine Stütze von Staat erhalten. Da dreht sich mir jedes Mal der Margen um

So kann aber kein Staat funktionieren! Solange hier an der Wurzel des Problems nichts passiert, wird ein Land wie Spanien nie wieder auf die Füsse kommen. Da nützen auch Gelder der EU nichts.
 
Der Schwimmer am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Du sprichst einen wichtigen Punkt an. Ich habe hier recht oft die Erfahrung gemacht, dass es schwer ist verlässliche Angestellte zu finden. Ich bin nicht sicher, ob man dies tatsächlich auf ein lückenhaftes Ausbildungssystem rückführen könnte.

In vielen Unternehmen finde ich Mitarbeiter vor, die oft den Eindruck hinterlassen, sie würden für Anwesenheit bezahlt werden - um es hart aber konkret auszudrücken. Es mag Nordeuropäische Menthalität sein, hier was anderes zu erwarten, aber als Unternehmer fängt man mit solchen Mitarbeitern nun eigentlich auch nicht viel an.

Tatsächlich ist das alles ziemlich komplex, ich bin primär der Meinung erstmal die Lohnnebenkosten zu senken, also den wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen.
 
Carina Ina am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Dem Canario ist es (vermutlich) grundlegend egal, welche Gründe die Krise hat - für ihn bedeutet es, er hat im schlimmsten Fall weder Geld noch Job; für Ihn IST es eine Krise, völlig egal, wie sie entstand oder wer daran schuld ist.

Es ist ja schön, dass andere, denen es gut geht sich hier darüber aufzuregen, dass gemeckert wird und, dass die Krise ja gar nicht existiert oder was auch immer. Erzähl das dem Canario, der versucht Spaarbüchsen zu verkaufen um sich (und eventuell seine Familie) noch irgendwie zu ernähren oder es auf irgendeine Art und Weise zu schaffen, dass er das Familienhaus nicht an die Bank abtreten muss.

Eine Medaille hat immer zwei Seiten
 
Der Schwimmer am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Du hast natürlich grundlegend recht - aber selbst wenn ich jemanden für 3-400 Euro pro Monat Arbeit anbieten würde, könnte ich das nicht (legal) ohne, dass ich dank Lohnnebenkosten fast das doppelte an Ausgaben hätte, für einen Mitarbeiter den ich nur mit den einfachsten Aufgaben betreuen könnte.

Ich möchte nicht abstreiten, dass die Arbeitsmarktlage aktuell ein Problem ist - ein akutes - aber sollte man nicht Unterstützung von der Regierung verlangen? Und damit meine ich NICHT weitere Sozialleistungen, denn die ändern nichts an der grundlegenden Problematik
 
Uncomfortable am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Die Frage ist wohl auch, welche Möglichkeiten ein Canario überhaupt hat ... die meisten der Schreiber hier kommen vermutlich aus - nennen wir es - reichen Ländern. Das heißt nicht zwangsläufig, dass sie es leichter hatten, aber ich denke schon, dass man bspw. in Deutschland bessere Möglichkeiten hat.

Andererseits weiß ich aber nun auch nicht konkret, ob oder wie die Regierung (wer auch immer) etwas daran ändern sollte.
 
Heidemarie am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
Mit Steuererhöhungen jedenfalls nicht - auch, wenn man betont, dass man dies bräuchte um die Sozialgelder decken zu können.

Etwas absurd ist es ja schon, jemanden auf der einen Seite mehr Geld versprechen zu wollen, damit er notwendige Dinge kaufen kann, die dann entsprechend teurer sind. Geholfen ist damit nur der Staatskasse
 
News Man am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
gerade wieder gelesen .. schuld an der Arbeitslosigkeit ist die Krise .. nicht etwa Unfähigkeit in so manchen politischen Entscheidungen oder schlechtes wirtschaftliches Denken .. nein, die Krise, ein dunkler Nebel bestehend aus Magie, ähnlich dem schwarzen Mann - man verzeihe mir den Sarkasmus :-)

Aber es ist ja auch unlogisch, wenn ein Land viele Arbeitslosen hat, dann hängt das nicht mit irgendeiner ominöse Krise zusammen sondern hat ganz klar Ursachen (die man aus irgendeinem Grund nicht sehen und beheben will).

Da erinnere ich mich doch zu Zeiten der Deutschen Welle an das Lied "Bruttosozialprodukt" .. damals hat auch nicht das ganze Land gejammert, sondern eben angepackt und damit so einiges erreicht. Dazu benötigt es natürlich auch politische Unterstützung.

Arbeitsplätze schaffen bedeutet für mich primär Lohnnebenkosten senken - das ist einfach mal ein ganz simples Grundprinzip. Vielleicht versteht mich ja einer.

Man kann eben kein Geld ausgeben, dass man nicht besitzt - die Regierung sollte hier erstmal mit gutem Beispiel vorran gehen anstatt fast wöchentlich mit neuen Regeln und neuen Projekten zu kommen, die an der aktuell brenzligen Situation überhaupt nichts ändern.

Genug gejammert *g*, ihr seid dran! Erzählt mal eure Meinung, irgendwo muss man's ja raus lassen ;-)
In diesem Sinne, Manni 
Kriechtier am 2014/03/03 um 13:00 Uhr
xD
Kriech, Kriech ... grins 
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